Nach DVO-Leitlinie 2023

DVO-Rechner: Wie hoch ist Ihr Risiko für einen Knochenbruch?

Der DVO-Rechner schätzt, wie wahrscheinlich in den nächsten drei Jahren ein Hüft- oder Wirbelbruch ist. Genau diese Zahl entscheidet in Deutschland darüber, ob eine Osteoporose-Behandlung empfohlen wird. Hier erfahren Sie, wie der Rechner funktioniert und was Ihr Ergebnis bedeutet.

100 % kostenfrei 13 einfache Fragen Daten bleiben auf Ihrem Gerät

Warum das wichtig ist

Osteoporose tut nicht weh — bis der erste Knochen bricht

Knochenschwund ist still

Die Knochen werden über Jahre dünner, ohne dass man etwas spürt. Oft ist ein Bruch nach einem harmlosen Sturz das erste Zeichen.

Der T-Wert allein reicht nicht

Zwei Frauen mit demselben Knochendichte-Wert können ein ganz unterschiedliches Bruchrisiko haben. Alter, frühere Brüche, Stürze oder Kortison machen den Unterschied.

Das Risiko bestimmt die Behandlung

Seit der Leitlinie 2023 richtet sich die Empfehlung für Medikamente nach dem berechneten Bruchrisiko — nicht mehr nur nach der Knochendichte.

Einfach erklärt

Was ist der DVO-Rechner?

Der Dachverband Osteologie (DVO) gibt die deutsche Leitlinie zur Diagnose und Behandlung der Osteoporose heraus. In der aktuellen Fassung von 2023 steht ein Verfahren, mit dem sich das Risiko für einen Hüft- oder Wirbelbruch in den nächsten drei Jahren abschätzen lässt.

Ausgangspunkt sind Ihr Alter, Ihr Geschlecht und — falls vorhanden — der T-Wert aus der Knochendichtemessung (DXA). Dazu kommen Risikofaktoren, die das Bruchrisiko unabhängig von der Knochendichte erhöhen. Am Ende steht eine Prozentzahl, die Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen können.

Alter und GeschlechtMit jedem Lebensjahrzehnt steigt das Risiko, bei Frauen nach den Wechseljahren besonders.
T-Wert der KnochendichteDer ungünstigere Wert von Hüfte und Lendenwirbelsäule aus der DXA-Messung.
Frühere KnochenbrücheVor allem Wirbelbrüche ohne starken Unfall erhöhen das Risiko deutlich.
StürzeWer im letzten Jahr gestürzt ist, stürzt häufiger wieder — und jeder Sturz kann einen Bruch auslösen.
KortisonEine längere Einnahme von Kortison-Tabletten schwächt die Knochen.
Bestimmte ErkrankungenZum Beispiel Rheuma, Diabetes Typ 2, Nierenschwäche oder eine Überfunktion der Nebenschilddrüse.
Hüftbruch bei Mutter oder VaterDas Risiko für brüchige Knochen wird teilweise vererbt.
Rauchen und UntergewichtBeides verringert die Knochenmasse und erhöht das Bruchrisiko.

Ihr Ergebnis verstehen

Was bedeutet die Prozentzahl?

Die Leitlinie nennt Schwellen für das Bruchrisiko in den nächsten drei Jahren. Sie dienen als Orientierung für das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

unter 3 %

Niedriges Risiko

In der Regel ist keine Medikamenten-Behandlung nötig. Bewegung, Ernährung und Sturzvorbeugung bleiben trotzdem wichtig.

3 – 5 %

Grenzbereich

Eine Behandlung mit Medikamenten kann erwogen werden — abhängig von Ihrer persönlichen Situation.

5 – 10 %

Erhöhtes Risiko

Die Leitlinie empfiehlt in der Regel eine Behandlung mit Medikamenten, die den Knochen schützen.

ab 10 %

Hohes Risiko

Hier kommen auch Medikamente in Frage, die Knochen gezielt aufbauen. Eine zügige ärztliche Abklärung ist sinnvoll.

Vereinfachte Darstellung der Behandlungsschwellen nach DVO-Leitlinie 2023. Die Entscheidung über eine Behandlung trifft immer Ihre Ärztin oder Ihr Arzt im Gespräch mit Ihnen.

Der Haken

Von Hand ist die Berechnung kaum zu schaffen

Tabellen statt Formel

Die Leitlinie arbeitet mit Tabellen nach Alter, Geschlecht und T-Wert. Dazu kommen Faktoren, die nach festen Regeln miteinander verrechnet werden.

Welcher T-Wert zählt?

Auf dem Befund stehen oft viele Werte: Gesamthüfte, Schenkelhals, einzelne Wirbel. Der richtige Wert ist nicht immer leicht zu finden.

Das Risiko verändert sich

Neue Messung, neuer Sturz, neues Medikament — jedes Mal ändert sich das Ergebnis. Eine einmalige Rechnung ist schnell veraltet.

Die Lösung

Der DVO-Rechner in der App KnochenKompass

Sie beantworten einfache Fragen — die App erledigt den Rest. Ihre Befunde liest sie selbst aus, Ihre Angaben merkt sie sich, und Ihr Ergebnis bleibt im Verlauf gespeichert.

Befund fotografieren — fertig

Fotografieren Sie Ihren Knochendichte-Befund. Die App liest die T-Werte aus und setzt den richtigen Wert automatisch in den Rechner ein.

Laborwerte gleich mit

Auch Laborbefunde lassen sich einfach fotografieren. Die Werte landen geordnet in Ihrem Verlauf — Sie müssen nichts abtippen.

13 Fragen, jede erklärt

Zu jeder Frage gibt es eine kurze Erklärung in einfacher Sprache. Fachbegriffe sind im eingebauten Lexikon nachzulesen.

Nur einmal eingeben

Angaben, die sich selten ändern, merkt sich die App in Ihrem Gesundheitsprofil. Beim nächsten Mal sind sie schon vorausgefüllt.

Ihr Risiko im Verlauf

Jede Berechnung wird gespeichert. So sehen Sie, wie sich Ihr Risiko nach einer neuen Messung oder Behandlung verändert.

Bericht für die Ärztin

Ergebnis, Befunde und Verlauf als übersichtlicher PDF-Bericht — ideal als Grundlage für den nächsten Arzttermin.

Gut lesbar

Große Schrift auf Wunsch, klare Farben und große Schaltflächen — die App ist für eine einfache Bedienung gemacht.

Befunde bleiben bei Ihnen

Ihre Befunde und Berechnungen werden auf Ihrem Gerät gespeichert — nicht in fremden Datenbanken.

Von Fachleuten entwickelt

KnochenKompass ist ein Angebot der Deutschen Osteoporose Akademie und folgt der aktuellen DVO-Leitlinie.

So sieht's in der App aus

Befunde, Verlauf und Bericht an einem Ort

Knochendichte im Verlauf mit T-Werten für Lendenwirbelsäule und Hüfte

Knochendichte im Verlauf

Die T-Werte aus Ihren DXA-Befunden — übersichtlich nach Lendenwirbelsäule und Hüfte, mit Einordnung.

Laborwerte im Verlauf

Laborwerte im Verlauf

Aus dem fotografierten Laborbefund übernommen und über die Zeit dargestellt.

PDF-Bericht für die Arztpraxis

Bericht für die Praxis

Alles Wichtige als PDF — zum Ausdrucken oder direkt per E-Mail an Ihre Praxis.

In drei Schritten

So berechnen Sie Ihr Bruchrisiko

1

Kostenlos registrieren

Mit Ihrer E-Mail-Adresse ein Konto anlegen. KnochenKompass läuft direkt im Browser, eine Installation ist nicht nötig.

2

Befund fotografieren

Wenn Sie eine Knochendichtemessung haben: Befund fotografieren, die T-Werte werden übernommen. Ohne Messung geht es auch.

3

Fragen beantworten

13 kurze Fragen beantworten — und Sie sehen sofort Ihr persönliches Bruchrisiko mit Einordnung.

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Häufige Fragen

Gut zu wissen

Was ist der DVO-Rechner?

Der DVO-Rechner schätzt nach der Leitlinie 2023 des Dachverbands Osteologie (DVO), wie hoch Ihr Risiko für einen Hüft- oder Wirbelbruch in den nächsten drei Jahren ist. Grundlage sind Alter, Geschlecht, Knochendichte (T-Wert) und weitere Risikofaktoren wie frühere Brüche, Stürze, Kortison oder bestimmte Erkrankungen.

Was bedeutet mein Ergebnis?

Das Ergebnis ist eine Prozentzahl für die nächsten drei Jahre. Nach der Leitlinie 2023 kann ab etwa 3 % eine medikamentöse Behandlung erwogen werden, ab etwa 5 % wird sie in der Regel empfohlen, ab etwa 10 % kommen auch knochenaufbauende Medikamente in Frage. Die Entscheidung trifft immer Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

Brauche ich eine Knochendichtemessung?

Eine Einschätzung ist auch ohne Messung möglich. Mit dem T-Wert aus einer Knochendichtemessung (DXA) wird das Ergebnis aber deutlich aussagekräftiger. In der App können Sie Ihren DXA-Befund fotografieren, die T-Werte werden automatisch übernommen.

Was ist der Unterschied zu FRAX?

FRAX ist ein internationales Werkzeug der Universität Sheffield und schätzt das Risiko für zehn Jahre. Der DVO-Rechner basiert auf der deutschen Leitlinie, schätzt das Risiko für drei Jahre und ist in Deutschland die Grundlage für die Behandlungsentscheidung.

Ist der Rechner kostenlos?

Ja. Der DVO-Rechner ist in der App KnochenKompass kostenlos enthalten. Sie benötigen nur ein kostenloses Konto.

Ersetzt der Rechner den Arztbesuch?

Nein. Der Rechner ist ein Informations- und Orientierungswerkzeug. Er hilft Ihnen, Ihr Risiko zu verstehen und das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt vorzubereiten. KnochenKompass ist kein Medizinprodukt.

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